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Von Pumpkin-Cheese-Pie und Lebensträumen

Einige sehen die Dinge und fragen: „Warum?“ Doch ich träume von Dingen und frage: „Warum nicht?“
George Bernard Shaw
Der Herbst steht vor der Tür und die Kürbiszeit beginnt. Ich durchstöbere das Internet nach einem leckeren Pumpkin-Cheese-Pie. Wenn ich sage „durchstöbern“, dann meine ich das auch so. Nach endlosem Suchen finde ich aber den Star meines Tages.
Denke ich an Kürbis, habe ich immer die prachtvolle Kutsche von Aschenputtel im Gedächtnis. Die Fee betrachtet einen Kürbis und denkt sich: „Warum nicht?“ und zaubert ein wundervolles Gefährt aus ihm. Bereits in der Version aus dem Jahr 1697 lässt Charles Perrault den Kürbis zur Kutsche werden. Auch er träumte schon groß. Disney machte die Kürbiskutsche 1950 zum weltbekannten Star. Und Disney halte ich für den größten Träumer aller Zeiten.
Aber auch mein heutiger Zitat-Geber, George Bernard Shaw, kannte sich gut mit Träumen aus. Shaw schrieb „My Fair Lady“, ein Musical, welches 1956 in New York uraufgeführt wurde. Die Blumenverkäuferin Eliza, eine einfache Bürgerliche, wird zum Versuchsobjekt zweier Herren. Der Phonetikprofessor Higgins wettet arrogant, dass er Eliza in kurzer Zeit zu einer Dame machen kann, die auch in den oberen Kreisen Akzeptanz findet. Denn seiner Meinung nach entscheidet Sprache über Status.
Schwierig, aber am Ende machbar. Das Stück ist sehr unterhaltsam, besonders weil Eliza sehr liebenswürdig ist. Mit den Worten: „Lauf schneller, oder ich streu‘ dir Pfeffer in den Arsch!“, feuert Eliza beim Pferderennen ihr Pferd an und der feinen Gesellschaft erklärt sie außerdem, dass ihre Tante „abgemurkst“ wurde. Köstlich. Aber Eliza arbeitet hart an ihrem Lebenstraum, wie eine echte Lady akzeptiert zu werden und erkennt dabei ihren eigenen Wert.
Aktivitätenplaner für den Pumpkin-Cheese-Pie
Kurzüberblick
- Boden: 200g Vollkorn-Butterkekse; 80g geschmolzene Butter
- Füllung: 500g Quark, 250g Mascarpone, 3 mittelgroße Eier, 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (ca. 40g), 2 Tüten Vanillezucker oder Vanilleextrakt, 100g Zucker (z.B. Rohrzucker)
- Kürbispüree: Hokkaido-Kürbis (geschnitten oder als ganzer Kürbis) – es werden 250g Püree benötigt, 1,5 Teelöffel Pumpkin-Spice (z.B. von Ostmann, RUF Bio, Ankerkraut), 40g Zucker
- Streusel: 200g Dinkelmehl, 50g Haferflocken, 100g Vollrohrzucker, 100g weiche Butter
- Form: 27×37 cm, eine runde Springform funktioniert auch
Die Wahl der Hersteller bleibt euch überlassen.
Inspirationsquelle
Das Rezept stammt aus dem Blog-Magazin: Backen macht glücklich. Hier geht es zum Original-Rezept. Und ich kann jetzt schon verraten, dass der Kuchen mega lecker ist.
Zubereitung des Pumpkin-Cheese-Pie
Kürbispüree
Zuerst muss der Kürbis geschnitten werden. Ich war bequem und habe mir geschnittenen Kürbis gekauft. Ich heize den Ofen auf 180°C auf und gebe die Kürbiswürfel auf ein Backblech. Nachdem sie gut verteilt sind, backe ich das Gemüse ca. 20 min.
Die erwartete Fee
Jeder Mensch trägt Träume in sich – manche sind klein und leise, andere groß und scheinbar unerreichbar. Sie können ein Antrieb sein, dem eigenen Leben Richtung zu geben, Mut zu entwickeln und über sich hinauszuwachsen. Die Fee ist heute nicht vorbeigekommen. Aber braucht sie auch gar nicht. Ich habe gelernt, selbst zu träumen. Auch, wenn die Ergebnisse manchmal anders sind. No regrets!



Den Boden herstellen
Für den Boden müssen die Kekse zerkleinert werden. Am einfachsten ist es, diese in einen Gefrierbeutel zu stecken und dann mit einem Nudelholz zu zerkleinern. Die Keksbrösel nun mit der geschmolzenen Butter vermengen und in die mit Backpapier ausgelegte Backform geben. Dort verteilte ich die Masse und drücke sie fest an. Dann geht das ganze für ca. 8 min in den Ofen (bei 180°C).
Kleine und große Träume
Kleine Träume können den Alltag bereichern: eine Reise, ein neues Hobby, mehr Zeit für sich selbst oder ein persönliches Ziel. Große Träume hingegen verändern oft den Lebensweg, zum Beispiel ein beruflicher Neuanfang, ein eigenes Projekt oder der Wunsch nach einem ganz anderen Lebensstil. Beide Arten von Träumen sind wertvoll, weil sie zeigen, wonach sich ein Mensch sehnt. Kennt ihr das Sprichwort: „Schuster, bleib bei deinen Leisten“? Obwohl es wahr ist, ist es doch unwahr. Ich finde den Respekt vor der Expertise unglaublich wichtig, aber in unserer schnellen Zeit ist fehlende Dynamik doch eher ein Hindernis. Oder ist gerade unsere Zeit ein Garant dafür, dass man mehrere Leisten haben kann? Und muss man nicht ausprobieren, um zu wissen, was einen zur Expertise führen kann?



Das Kürbispüree vorbereiten
Der Kürbis ist ausreichend ausgekühlt und kann püriert werden. Vom Püree kommen jetzt 250g mit 1,5 Teelöffeln Pumpkin Spice in eine Schüssel. Dort gebe ich noch 40g Zucker hinzu und verrühre das Ganze. Fertig.
Die Stiefschwestern beim Träumen
Auf dem Weg zur Verwirklichung eines Traums können viele Hindernisse auftreten: fehlendes Geld, Zeitmangel, Unsicherheit, Angst vor dem Scheitern oder mangelnde Unterstützung durch andere. Oft sind es aber nicht nur äußere Umstände, die bremsen, sondern auch innere Zweifel. Wer einen Traum verfolgt, muss deshalb lernen, Rückschläge auszuhalten und Schwierigkeiten als Teil des Weges zu betrachten. Nichts ist leicht, aber alles ist möglich. Aber muss man alles erreichen, was möglich ist? Nein. Denn alles hat auch seinen Preis. Und der muss bezahlt werden. Hier stellt sich nicht nur die Frage, ob man es sich leisten kann sondern auch will.
Und jetzt sagen alle: Cheese
Endlich kommen wir zur leckeren Füllung. Quark, Mascarpone und Zucker werden verquirlt. Danach kommen Puddingpulver, Vanillezucker oder Vanilleextrakt dazu. Zum Schluss gebe ich die Eier hinein und verrühre alles locker miteinander. Das wars.
Die Stiefmutter beim Träumen
Das ist die Last mit der Komfortzone. Sie vermittelt Sicherheit, Gewohnheit und Kontrolle. Sie zu verlassen, ist oft schwer. Denn Veränderung bringt Unsicherheit mit sich. Gleichzeitig beginnt persönliches Wachstum häufig genau dort, wo man den vertrauten Bereich verlässt. Wer träumt, muss daher manchmal bereit sein, Bequemlichkeit gegen Entwicklung einzutauschen.



Die Streusel kneten
Jetzt fehlen mir nur noch die Streusel. Dafür gebe ich alle Zutaten in eine Schüssel und verknete sie mit den Händen zu einer krümeligen Masse.
Alle Zutaten auf den Boden geben
Die Quarkmasse teile ich in drei Teile. Zwei Teile verteile ich auf dem Boden, den anderen Teil vermische ich mit dem Kürbispüree. Anschließend verteile ich diesen vorsichtig auf dem bereits „verlegten“ Quark. Zum Schluss streue ich die Streusel über die Masse. Und fertig ist mein Pumpkin-Cheese-Pie. Jetzt kann er für ca. 35 min bei 180°C in den Ofen. Wichtig: Den Kuchen nach dem Backen komplett auskühlen lassen. Dann wird er schön fest und geht nicht kaputt, wenn er aus der Form gelöst wird.



Sind Träume Schäume?
Am Ende sind Träume weder bloße Schäume noch automatisch ein Versprechen auf Erfolg. Sie sind Möglichkeiten, die erst durch Mut, Ausdauer und eigene Entscheidungen Gestalt annehmen. Nicht jeder Traum muss groß sein, und nicht jeder Traum muss um jeden Preis verwirklicht werden. Entscheidend ist, dass man ehrlich prüft, was einem wirklich wichtig ist, und bereit ist, für bedeutende Ziele auch Unsicherheit und Widerstand auszuhalten. Wer seine Komfortzone verlässt, riskiert zwar Enttäuschungen, gewinnt aber auch die Chance auf Wachstum, Erfahrung und ein erfüllteres Leben. Darum sollte man träumen – klein oder groß – und den Mut haben, zumindest den ersten Schritt zu versuchen. Ein Traum kann also der Anfang einer Veränderung sein – wenn man bereit ist, daraus ein Ziel zu machen.
Eure Jacky
Kennst du schon die lustigen Mohnschnecken?
Selbstironie to go – ein Beitrag, um das Leben leichter zu nehmen.