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Die Burg „Troja“ bei Visby

Die Kurzgeschichte zur Schlossruine Trøjborg
Die Schlossruine Trøjborg hat eine lange Geschichte hinter sich. Zur Übersicht habe ich euch ein paar Fakten zusammengestellt:
„Trøjborg Schloss wurde im ersten Teil des 13. Jahrhunderts von Herzog Waldemar von Südjütland gebaut. Der Name entstammt der griechischen Mythologie und bedeutet die Burg Trojas. […] Seitdem hat das Schloss verschiedene Besitzer gehabt, hierunter Margrethe I., und ist von verschiedenen Familien umgebaut worden.
In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Teile des Schlosses niedergerissen, damit die Steine in anderen Bautätigkeiten verwendet werden konnten.“ […]
Da die Brücke über dem Wallgraben zusammenstürzte, blieben einige Wände stehen. […] „Hiernach hat man eine Menge von Gegenständen aus dem 15. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert in dem Wallgraben gefunden, woraus sich einige Gegenstände im Museum in Tønder befinden. Heute steht nur die Ruine noch auf dem alten Fundament, während der Wallgraben noch intakt ist.“ Die Ruine ist eine schöne und populäre Sehenswürdigkeit, die auch vielen Paaren als Kulisse für die Hochzeitsfotos dient. (Quelle: trojborg.net)
Der Trøjborg Hovedgård liegt nicht nur einfach der neben der Schlossruine Trøjborg. Der ehemalige Wirtschaftshof ist ein Mekka für Ruhesuchende. Appartements, Zimmer, Camping, Pods – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und das in traumhafter Lage. In der alten Scheune befindet sich ausreichend Platz, um mit seinen Hochzeitsgästen einen unvergesslichen Abend zu verbringen. Aber auch andere Feiern und Kaffeegesellschaften finden hier ein Zuhause.
Aktivitätenplaner für einen Ausflug zur Schlossruine Trøjborg
Kurzüberblick
- Tages- oder Nachmittagsausflug (je nach Anreise)
- Anreise mit Auto (Trøjborgvej 21, Visby, 6261 Bredebro)
- Anreise mit dem Fahrrad ab Bredebro (mit der Bahn: Niebüll – Toender st; Toender st – Bredebro st (Rtg. Esbjerg; Dauer 35 min)
- Radstrecke einfach ab Bredebro ca. 10 km, über Harres und dann über den Trøjborgvej zur Ruine (den Weg einmal auf Google Maps anschauen)
- Parkplätze direkt an der Straße ggü. der Ruine mit Toilettenanlage (ohne Gewähr)
- Mikroabenteuer mit Übernachtung im Pod oder im mitgebrachten Zelt (Anfrage empfohlen)
Das Anwesen zur Schlossruine Trøjborg
Ich selbst kannte die Ruine gar nicht. Eine liebe Kollegin erzählte mir in einer Pause beiläufig davon. An einem sonnigen Tag mache ich mich auf den Weg. Meine Anreise mit dem Auto ist recht abenteuerlich, da ich einen ziemlich großen Umweg über Bredebro fahre. Aber eigentlich ist es ganz einfach, wenn man die 419 über Hoyer fährt und dann links Richtung Visby abbiegt. Wer mit dem Fahrrad fahren möchte, kann die Bahn bis Bredebro nehmen und von dort aus starten. Die einfache Strecke beträgt ca. 10 km (ohne Gewähr).
Schon der kleine Parkplatz ist toll eingerichtet. Eine Picknick-Bank steht für die kleine Pause bereit. Auf dem Platz werde ich gleich von dem Hund des Hauses begrüßt. Keine Angst – er ist superlieb und kommt nur zum „Hallo-sagen“ vorbei. Nach absolviertem Sicherheitscheck gehe ich über die Straße und bin auch schon am Anwesen.



Weites Land, ein See, ein Hof – Nostalgie pur
Riesige Poller empfangen und leiten mich auf den Hof. Die Pods sind schon in Sichtweite. Unter Bäumen kann man hier wunderbar eine kleine Auszeit genießen. Übernachtet habe ich selbst hier noch nicht, auch zu den sanitären Möglichkeiten finde ich nichts auf der Website. Aber der Sommer startet gerade und ihr erfahrt es auf jedenfall zuerst. Wer nicht warten kann, schickt einfach eine Email zur Anfrage an info@trojborg.net.
Und dann stehe ich auch schon vor der kleinen Holzbrücke, die mich auf den Rundweg bringt. Bei Sonnenschein drehe ich eine Runde, bevor ich die Ruine betrete. Viel ist nicht mehr da, aber der Rest kann sich sehen lassen. Das kleine Wasserschloss hat schon jede Menge erlebt. Als mittelalterliche Burg geboren wurde sie 1579 abgerissen und als niederländisches Renaissanceschloss wieder aufgebaut. Baumeister war vermutlich Herkules von Obernberg. Der Umbau zum Barock-Stil erfolgte 1740. (Quelle: Wikipedia).



Warum ihr unbedingt eure Kamera mitnehmen müsst
Auch heute wirken die Überreste spektakulär und die Mauern erzählen viele Geschichten. Das Licht färbt die Ruine magisch. Ich kann mir vorstellen, dass Hobby-Fotografen hier bei Mondschein oder Gewitter auf ihre Kosten kommen. Bei Sonnenschein präsentiert sich die Ruine von ihrer besten Seite. Nicht umsonst wird die alte Burg gerne als Kulisse für Hochzeitsfotos genommen. Mutige unter euch können einen kleinen Kurzfilm drehen. Potenzial hat die Ruine genug. Für kreative Stunden.



Nachschlag gefällig? Wer Lust hat, kann auch noch mit dem Auto nach Mogeltondern oder Tondern fahren. Dort erwarten euch weitere Highlights. Mit dem Rad fahrt ihr zurück nach Bredebro und steigt wieder in die Bahn. Vorher könnt ihr im Ort ein Restaurant oder Café besuchen. Wer noch Zeit hat, kann auch mit dem Rad nach Mogeltondern fahren. Dort wartet ein weiteres Mikroabenteuer.
Eure Jacky