
Ich bin stolze Mutter einer wundervollen Tochter!
Salzalpensteig
Ein Mutter-Tochter-Vergnügen der besonderen Art
Lesezeit: 15 Minuten
Vom Chiemsee nach Berchtesgaden
Fernbusfahren ist wie Fliegen – eine Erfahrung für sich. Manchmal möchte ich Deosticks verteilen und die Kippfunktion der Sitze entfernen. Da meine Tochter damals auf keinen Fall ohne vollen Akku am Morgen ankommen wollte, hatte sie uns den Toilettenplatz gesichert. Scheinbar gab es dort die einzige verbaute Steckdose. Ich muss hier nicht erwähnen, welchen Geruch ein WC auf dem Weg von Hamburg nach München entwickeln kann. Wir freuten uns schon sehr auf den Salzalpensteig und dachten, dass es keine großen Herausforderungen für uns geben würde. Mit sehr viel Vertrauen in uns, schlummerten wir die nächsten Stunden. Ich hatte Monate vorher den ganzen Weg geplant, alle Übernachtungen gesichert und das Gepäck bedacht ausgewählt. Schon auf dem Weg nach Hamburg stellten wir fest: Wir hatten die Stempelpässe vergessen. Unser Mutter-Tochter-Abenteuer konnte beginnen.
Prien am Chiemsee
Nach unserer Ankunft in Prien am Chiemsee hatten wir uns natürlich gleich verlaufen. Ein nettes Pärchen zeigte uns den Einstieg zum Salzalpensteig. Wir liefen bis zum Campingplatz und bauten dort unser Lager auf, da wir den Tag noch in Prien verbringen und das Schloss Herrenchiemsee besichtigen wollten. Vom Schloss und dem Schiffsanleger zurück in die Stadt fuhren wir mit der Historischen Chiemsee-Bahn, besorgten uns noch unser Abendessen und gingen zeitig schlafen.
Trostpflaster und Klopapier
„Guten Morgen, Prien“; es war 6:00 Uhr und Zeit zum Packen. Während meine Tochter in der Maske war, hatte ich alles verstaut und auch das WC-Papier abgegeben. Aus verständlichen Gründen der Verstopfungsgefahr gab es das nur auf Zuteilung. Anschließend ging es zum Frühstück. Fehler erkannt? Nach dem Morgenschmaus noch schnell die Welt gerettet: Ein kleines Kind hatte sich verletzt und die Eltern waren ohne Trostpflaster. Meine Tochter half mit einem „Löwenpflaster für starke Mädchen“ aus. Ich will hier niemanden verurteilen. Wir hatten schließlich kein Klopapier mehr.
Grassau
Los ging die 1. Etappe auf dem Salzalpensteig. Mein Töchterchen musste auf dem Weg zu Aldi noch eben Zähneputzen. Das hatte sie wohl in der Maske vergessen. Aber der Lidstrich, der saß. Mit ausreichend Wasser versorgt, zogen wir weiter. In die falsche Richtung, aber hey – der Gipfel des Berges, den wir nun fast erreichten, war auch nett anzuschauen. Also wieder zurück und zum richtigen Weg. Auf der nächsten Lichtung machten wir Pause und trockneten unser Zelt, da es in der Nacht geregnet hatte. Dann ging es wieder bergauf zum Panoramaweg. Am Ende des Weges erreichten wir nach einem Serpentinenabstieg unser Tagesziel: Grassau. Dort übernachteten wir auf der Streuobstwiese des Fetznhofes.
Fastshower
Und hier auf dem Fetznhof kam ich zu meinem Trailnamen: Total erledigt, staubig und verschwitzt zog ich in die Dusche ein. Ich ahnte zwar, dass dieses eine Gemeinschaftsdusche war, aber die Tür zum Eingang konnte man abschließen. Außerdem war es 16:00 Uhr – wer sollte jetzt schon duschen wollen? Und so kam es, dass ein männlicher Camper doch um 16:00 Uhr in die Gemeinschaftsdusche drängte und ich mich echt beeilen musste, wenn ich die Tür nicht öffnen und mit dem Herrn gemeinsam duschen wollte. Er rüttelte wie besessen. Halb angezogen und tropfend nass holte mich meine Tochter lachend an der Tür ab und geleitete mich in die Damendusche, damit ich mich vom restlichen Schaum befreien konnte. Diese hatte, wie vorher recherchiert, Einzelkabinen.
Dann gingen ich, „Fastshower“, und das Lottchen zu Kartoffelsüppchen, Gulasch und Brombeercreme und warfen schon einmal den Blick auf die Schnappenkirche, die wir am nächsten Tag „überqueren“ mussten.






Hoch zur Brachtalm
Nach einem leckeren Frühstück versorgten wir uns noch mit ausreichend Wasser und brachen in Richtung Marquartstein auf. Den Panoramaweg hatten wir am Vortag schon absolviert und so konnten wir noch in die Apotheke. Mit ausreichend Magnesium in der Tasche stiegen wir den Salzalpensteig zur Schnappenkirche auf. Meine Tochter begann an diesem Tag, mich für so einiges zu hassen. Dafür, dass ich diese Idee hatte. Auch, dass es inzwischen ziemlich heiß war. Zuletzt, dass wir auf den Berg mussten, um zur Brachtalm zu gelangen. Irgendwann, nach einem endlosen Weg, erreichten wir die Kirche. Der Ausblick war unbeschreiblich. Von ihrem Thron schauten wir auf den Chiemsee und wussten: Es hatte sich gelohnt.
Zu dieser Zeit waren wir noch nicht berg- oder triperfahren. Unsere Rucksäcke waren mit ca. 12 kg einfach viel zu schwer. Unsere erste Tour ging mit den Rädern von Rothenburg o.d.T. nach Garmisch-Partenkirchen und auf die Zugspitze – auch eine Grenzerfahrung für uns. Eine Fernwanderung hatten wir bis dato noch nicht gemacht. Außerdem sind wir Flachlandtiroler. Unser höchster „Berg“ ist die Uwe-Düne mit knapp 53 m.
Verkannte Hilfe
Der Weg über die Staudacher Alm bis zur Brachtalm war sehr schön und wir konnten auch schon den Ausblick auf den Hochfelln genießen, den wir am folgenden Tag in Angriff nehmen wollten. Zwischen Kühen und einem Haferl Kaffee genossen wir den Tag und zogen in unser neues Quartier. Das Paar, welches die Brachtalm zu dieser Zeit bewirtschaftete, war unglaublich herzlich und da wir nur drei Mädels waren, durften wir sogar ihre Dusche benutzen. Das andere Hüttenmädli hieß Sara(h). Eine Journalistin, die in Tunesien lebte. Sie war wandererfahren und hatte auch gleich geblickt, dass wir etwas „anders“ unterwegs waren. Wenn die Sache mit dem Stolz nicht gewesen wäre, hätte man dort den einen oder anderen nützlichen Tipp abstauben können.
Ruhpolding, Siegesburg und Siegsdorf
Am nächsten Morgen waren wir den Salzalpensteig weiter in Richtung Hochfelln und Sara(h) ins Tal unterwegs. Gestärkt nach einer super Brotzeit ging es weiter über den Steig. Begleitet wurden wir von Mountainbikern, Vater und Sohn, auf die wir immer wieder trafen. Irgendwann standen sie an einer Alm und gaben uns die Empfehlung, doch die untere Forststraße nach Ruhpolding zu nehmen. Äh, nein. Warum sollten wir? Der Weg war super; Wurzeln und leichtes Geröll, alles kein Problem. Etwas später lagen die Räder jetzt am Wegesrand und bei einem weiteren Treffen sagte der Vater, dass es weiter oben sehr steinig werden wird. Für uns kein Grund, umzukehren.
Der Hochfelln
Unsere Wegweiser zeigten 40 Minuten, 30 Minuten. 60 Minuten? Wie geht das denn? An einer Kreuzung hatten wir die Wahl. Roter Button oder schwarzer Button, Salzalpensteig. Wenn Salzalpensteig, dann richtig. Der nächste Stopp wurde mit „Mutter, hier wirst du dich freuen“ kommentiert. Auf 30 cm mit ca. 1200 m in die Tiefe fallendem Hang stiegen wir auf und wieder ab, auf und wieder ab. Und dann kam der Fels. Mit einem schweren Rucksack „klettern“, ist eine echte Herausforderung. Dem Lottchen war richtig übel, aber sie hatte es geschafft. Ich auch.



Nach Gulaschsuppe und Kaiserschmarrn fassten wir den Entschluss, mit der Seilbahn nach unten zu fahren. Es war schon recht spät und wir wollten noch auf dem Campingplatz ankommen. Für uns war klar, die Seilbahn fährt dorthin. Nun ja, was soll ich sagen. Die Seilbahn fuhr nach Bergen, und das Zeltlager war in Ruhpolding. Distanz: ca. 15 km. Wir schafften es noch bis „Siegesburg“, welches sich am nächsten Morgen als Siegsdorf entpuppte. Nach sehr langer Suche fanden wir einen Bauernhof, der uns noch ein Zimmer vermietete. Den Bahnhof entdeckten wir zu spät. Mit Pommes und Woknudeln versuchten wir, Leben in uns zurück zu bringen. Ich werde hier nicht erwähnen, dass Sara(h) mir am Vorabend den Weg auf der Karte zeigte.
Inzell und sein Charme
„Guten Morgen, Siegsdorf. Gleich gibt es Frühstück.“ Wir hatten gut geschlafen und beschlossen, einen Beauty-Wellness-Wäsche-Tag einzulegen. Beim Frühstück lernten wir einen netten jungen Motorradfahrer, der auf der Alpenstraße unterwegs war, kennen. Nachdem meine Tochter mich mit „Mutter“ ansprach, schaute er ratlos. Er dachte, wir seien Freundinnen. Halb zehn sind wir dann losgezogen. Drei Stunden und dann konnte der Beauty-Wellness-Wäsche-Tag beginnen. Unterwegs gab es an einer Mühle noch Kaiserschmarrn. Eine Menge Schmarrn, keiner schaffte seine Portion. Aus den drei Stunden wurden mindestens fünf. Lottchen beschwerte sich zurecht, denn es war Beauty-Wellness-Wäsche-Tag.
Beauty-Wellness-Wäsche-Tag
Inzell und Camping Lindlbauer waren Liebe auf den ersten Blick. Nachdem das Zelt stand, erkundeten wir den Ort. Später, als wir aus dem Dorf zurück waren, wollten wir Wäsche waschen. Highlight: Maschine und Trockner nahmen nur 1 EURO-Münzen und auf dem Platz konnte man kein Geld wechseln. Also fragten wir die Camper. Die wollten, verständlich, ihre Münzsammlung selbst behalten. Lottchen zog noch mal im Bikini los. Danach konnten wir die Waschmaschine starten. Zwei nette Holländer halfen uns dann mit Münzen für den Trockner aus und luden uns zum Kaffee ein. Es war ein netter Abend. An ihren Namen kann ich mich noch erinnern: Yvonne, an seinen leider nicht mehr. 22:10 Uhr war die Wäsche fertig. Der Sternenhimmel funkelte und noch war es trocken.



Bad Reichenhall

Am Morgen regnete es in Strömen. Da wir durch die Weißbachschlucht nach Bad Reichenhall laufen wollten, blieben wir einen Tag am Ort und planten etwas Sightseeing. Wir hatten die Wahl: Mit dem Bus nach Salzburg oder nach Bad Reichenhall. Wir entschieden uns für das nächste Etappenziel. Vielleicht lag es am Regen, aber Freude wollte sich an diesem Tag nicht einstellen. Klitschnass kamen wir zurück, trockneten unsere Sachen und gingen früh zu Isomatte. Für uns war klar: So schwer beladen war die jetzt sehr nasse und rutschige Weißbachschlucht ein Risiko. Später bin ich die Schlucht noch gelaufen. An diesem Tag war es die richtige Entscheidung.
Bischhofswiesen mit Panorama
„Guten Morgen, Inzell“. Endlich hörte der Regen auf. Ich holte schnell Frühstück und wir packten unsere Sachen zusammen. Wir hatten entschieden, mit dem Bus bis Bischofswiesen zu fahren. Und dann passierte es: Benjamin, der kleine Junge aus dem Nachbarzelt, wurde wieder angemault. Egal was er machte, alles war falsch. Ich weiß, dass man Eltern nicht vor den Kindern hops nehmen soll. ABER: Nach Stunden des Terrors schnappte ich mir den Vater. Andere Camper kamen bei uns vorbei und bedankten sich leise. Manche sagten, dass sie deswegen schon abreisen wollten. Das ging wohl schon seit Tagen so. Warum keiner was gesagt hat? Ich weiß es nicht.
Panorama ist nicht immer Aussicht
In Bischofwiesen angekommen, nahm das Übel seinen Lauf. Wir entdeckten den Panoramapark. Nichts mit Aussicht, aber mit Takko. Auf dem Campingplatz bauten wir unser Außenzelt auf und gingen noch einmal zurück. Lottchen musste unbedingt noch shoppen; die Information, dass der Rucksack dann noch schwerer werden würde, ignorierte sie. Zum Abendessen besorgten wir uns Pizza, die uns auch als Frühstück dienen sollte. Am Abend zogen noch Lärmlinge auf dem Platz ein. Durch den aufkommenden Regen war die Nacht aber trotzdem ruhig.
Ramsau oder wie das Lottchen ihren Trailnamen bekam
Am Morgen waren das Zelt und die Pizza klatschnass. Nach Kaffee, Brötchen und Muffins von Agip zogen wir weiter. Lottchen bekam ein Snickers. Auf dem Weg zum Salzalpensteig kam uns eine Herde absteigender Kühe entgegen. Unser aktueller Standort: Eine Brücke. Nach der Brücke gab es links keinen Ausweg, rechts war ein Hund hinter dem Zaun. Schwitzend pressten wir uns an die Mauer der Brücke. Ungefähr zehn behörnte Kühe schnaubten kritisch an uns vorbei. Einen Hirten entdeckten wir nicht. Logisch – Almkühe können eigenständig wandern und in vielen Wanderführern ist die Stelle auch beschrieben. Man sollte das Buch nur VORHER gelesen haben. Nicht komisch. Dann kamen wir zur Mordaualm. Ein traumhafter Ausblick erwartete uns, den wir auch genossen. Weiter führte uns der Weg Richtung Ramsau.
Heute weiß ich, wo wir falsch abgebogen waren. Damals gelangten wir zur Alpenstraße; ein junger Österreicher sammelte uns mit dem Auto auf und nahm uns mit nach Ramsau, wo uns nach Käsespätzlen der Bus zum Campingplatz brachte.
Ausflug zum Taubensee
Dort angekommen bauten wir auf und meine Tochter wollte unbedingt noch baden gehen. Zum Taubensee. Bewaffnet mit Bikini, Badeschuhen und Handtuch ließ sie sich trotz guter Worte nicht abbringen. Der eigentliche Badesee war ihr zu weit weg. Der Rundwanderweg um den Taubensee herum war sehr schön, auch der Malerwinkel mit Blick auf das Hochkaltermassiv. Ich habe wirklich den ganzen Weg lang gelacht, weil der Taubensee ein umzäunter Lebensraum für Amphibien ist und sich dort besonders Frösche und Kröten wohlfühlen. Und zum krönenden Abschluss ist sie noch mit ihren Flip-Flops in einen Kuhhaufen getreten. Und der Trailname? „Pigeonlake“ – was sonst.
Auf den Watzmann
„Guten Morgen, Ramsau.“ Wir waren pünktlich am Bus, der uns zur Wimbachbrücke bringen sollte. Aber kein Bus kam. Wir schauten noch einmal am Plan und stellten fest, dass der Bus nur an Schultagen fuhr. Welches Kind steigt an Schultagen am Campingplatz ein? So liefen wir zur Wimbachbrücke und hielten uns zu lange am Malerwinkel bei St. Sebastian auf. Dadurch war es schon später als geplant. Über die Stubenalm und Mitterkaseralm ging es immer weiter bergauf. Wir gelangten an eine Schutzhütte und machten mit Kühen die letzte Rast. Der Ausblick war hier schon wundervoll. Bis zum Hocheck waren es noch zwei Stunden. Da es schon ziemlich spät war, beendeten wir unseren Aufstieg am Watzmannhaus.
Für den geplanten Abstieg nach Berchtesgaden hatten wir dort ursprünglich eine Übernachtung gebucht. Unsere Plätze gaben wir ab. Am Morgen hatten wir uns schon dafür entschieden, wieder nach Ramsau zurückzukehren und somit lagen die schweren Rucksäcke im Zelt.
Unheimliche Nachtwanderung
Wieder im Tal war klar: Mit dem ganzen Gepäck hätten wir den Aufstieg nicht geschafft. Kurz nach 19:00 Uhr waren wir wieder in Ramsau, mit schmerzenden Knien und bärenhungrig. Im Restaurant gab es Sauerbraten mit Semmelknödel und Gulasch mit Spätzle. So schnell hatten wir noch nie gegessen.
Um 20:00 Uhr gingen wir Richtung Campingplatz. Vorbei an der Kalvarienbergkapelle, zur Wallfahrtskirche Maria Kunterweg – hier war es noch hell. Aber die Schlucht lag schon in der Dämmerung und war echt unheimlich. Sie führte durch den Wald mit Fledermäusen und dem Geist des toten Postboten. Unter uns toste der Bach. Erleichterung, als wir das Gatter zur Straße erreichten. Inzwischen war es dunkel geworden. Mit der Handylampe schützten wir uns vor den vorbeifahrenden Autos, da wir die Straße bis zum Campingplatz nutzen mussten. Um 22:00 Uhr waren wir am Zelt. Neben uns kläffte ein Hund. So kaputt, wie wir waren, schliefen wir gleich ein.
Berchtesgaden / Schönau
„Guten Morgen, Ramsau.“ Die Sonne lachte uns an, als wir 7:45 Uhr zum Duschhaus gingen. 8:00 Uhr knallte der erste Donner und es regnete wieder Hundeköpfe. Zum Frühstück gab es Prinzenrolle und Kaffee. Wir stellten fest, dass 10:20 Uhr der letzte Bus Richtung Berchtesgaden fahren sollte. Also beeilten wir uns, denn der Regen sollte die nächsten zwei Tage anhalten. Ja, damals waren wir aus Zucker und hatten nicht die richtige Bekleidung dabei. Den Soleleitungsweg nach Berchtesgaden bin ich bei einem späteren Besuch aber noch gelaufen.
In Berchtesgaden angekommen, liefen wir erstmal wieder in die falsche Richtung. Wieder zurück fanden wir auch unseren Campingplatz. Auf der inzwischen aufgeweichten Wiese bauten wir auf. Das ging besser als gedacht. Gegen 15:00 Uhr ließ der Regen nach und wir gingen in die Stadt. Nach einem Altstadtbummel mit Döner und Gelato ging es wieder im strömenden Regen zum Zelt. Die ganze Nacht prasselte der Regen auf uns herunter. Wir aber blieben trocken.
Das fabelhafte Salzbergwerk
Am Morgen regnete es noch immer bei inzwischen 12 °C mitten im August. Aral weckte unsere Geister mit frischem Kaffee. Nach der Dusche gingen wir frühstücken. Eingepackt in zwei Fleecejacken liefen wir zum Salzbergwerk und bekamen Karten für 13:00 Uhr. Bei Kakao und Weißwurst warteten wir geduldig. Inzwischen hatte der Regen aufgehört. So sind wir noch kurz auf dem Salzalpensteig gebummelt, der weiter nach Österreich führte. Für uns war er hier zu Ende, mehr Zeit hatten wir nicht zur Verfügung. Der Besuch des Salzbergwerks hatte sich gelohnt. Wenn ihr die Möglichkeit zu einem Besuch habt – wir können es nur empfehlen!
Da es danach zu spät für den Kehlstein war, gingen wir noch einmal durch die Stadt und genossen Trüffeltorte im besten Café in Berchtesgaden. Langsam kehrten wir zum Campingplatz zurück. Am nächsten Tag sollten wir wieder nach Hause fahren.
Zurück in den Norden
Am Morgen regnete es wieder in Strömen. Duschen, packen, frühstücken. Inzwischen ging alles schon leicht von der Hand. Der Zug passierte alle Orte, durch die wir gekommen waren. Viele Fußkilometer lagen hinter uns. Zur Mittagszeit stiegen wir in München aus dem Zug. Wir bummelten noch durch die Stadt und warteten auf unseren Fernbus. Dieser brachte uns sicher durch die Nacht und nach Hamburg. Von Altona ging es dann weiter nach Hause.
Das war der Start von vielen Fernwanderungen. Für die 1. Tour war es gar nicht so übel. Manch einer wird sich denken, Busfahren ist nicht wandern. Das stimmt auch! Aber wir waren an jedem Etappenziel – und das zählt. Die nächsten Touren sollten aber einfacher werden.
Fazit
Der Salzalpensteig ist sehr schön. Den Abschnitt in Österreich habe ich noch auf meiner Bucket-List. Ich bin gespannt darauf. Lust auf Stöbern? Ein Klick zum Steig.






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König-Ludwig-Weg
Royal vom Starnberger See nach Füssen